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10 Linkaufbau-Lügen, die du ganz schnell ignorieren solltest
Im Linkaufbau geistern unglaublich viele Lügen herum. Was ist wirklich wahr?
David Farkas hat eine nette Liste mit zehn Lügen des Linkaufbaus zusammengestellt. Da musste ich auf jeden Fall ganz schön schmunzeln. Eine elfte ist mir dann auch noch eingefallen:
10 Link Building Lies You Must Ignore
Hör auch mal in Folge 6 rein. Da geht es um eine coole Case-Study von David.
Transkript dieser Folge
Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.
Einstieg: 10 Lügen im Linkaufbau
Heute geht es um zehn Lügen im Linkaufbau, die es sich absolut lohnt zu ignorieren. David Farkas hat sie am 16. September 2019 im MOZ-Blog unter dem Titel „10 Link Building Lies You Must Ignore“ aufgeschrieben. Steigen wir direkt ein.
Nummer 1: „If you build it, they will come.“ Wenn du es baust, dann werden sie auch kommen. Das ist sozusagen die Grundlage. Nur weil du eine Website baust und gute Inhalte hast, heißt das noch lange nicht, dass Google dich dafür mit guten Rankings belohnt. Es kommen auch nicht automatisch Besucher auf deine Seite. David führt hier eine coole Statistik von Jumpshot an: Für jeden Klick auf eine Google-AdWords-Anzeige gibt es 11,6 Klicks auf organische Resultate. Wir SEOs sind also noch nicht arbeitslos. (Anmerkung: Jumpshot, die Marketing-Analytics-Tochter von Avast, wurde am 30. Januar 2020 nach Kritik am Verkauf von Nutzerdaten eingestellt.)
Links, Autorität und Money Pages
Der zweite Punkt: Du brauchst keine Links, um Rankings zu erzielen. Dass das nicht stimmt, hat David in einem Selbsttest herausgefunden. Darüber habe ich in Folge 6 schon ausführlich berichtet. Der Titel der Folge lautet „Ohne Links geht gar nichts“, und das sagt schon einiges aus. Das Ergebnis war, dass es mit autoritativen, relevanten Backlinks deutlich einfacher war zu ranken. Vorher wurde ein ganzes Jahr lang kein Linkaufbau für diese Website gemacht, und dementsprechend hat sie überhaupt nicht gut gerankt.
Der dritte Mythos lautet: Nur Links von Domains mit hoher Autorität sind relevant oder wichtig für das Ranking. Ob hohe Autorität, hoher PageRank oder hoher DR, es ist egal, welcher Wert zugrunde gelegt wird. Im Prinzip geht es darum, Links von anderen vertrauenswürdigen Websites zu bekommen, die relevant sind und zum eigenen Angebot oder zum jeweiligen Artikel passen. Nur auf Metriken beim Linkaufbau zu achten, ist der Weg in die Sackgasse. Versuche auf jeden Fall, Links von Seiten mit hoher Autorität zu bekommen. Aber vergiss, so David, die kleinen Websites da draußen nicht.
Der vierte Mythos: Du musst unbedingt Links für deine Money Pages aufbauen. Damit sind Seiten gemeint, die konvertieren sollen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Kunden wollen eigentlich immer nur Links auf solche Seiten, und zwar mit exakt dem richtigen Keyword. Das sieht sehr schnell spammy und aggressiv aus.
Der richtige Weg, um langfristig erfolgreich zu sein, ist laut David: Zuerst werden sogenannte Linkable Assets kreiert. Das sind Seiten oder Unterseiten mit Inhalten, die wirklich verlinkungswürdig sind. Und dann baust du Links für diese Linkable Assets auf. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass das funktioniert. Aber es dauert heutzutage seine Zeit.
Wer meint, er könnte einmal einen Linkbait durchführen und dann permanente Rankingsteigerungen erleben, hat in den letzten zwei, drei Jahren nicht wirklich Linkaufbau betrieben. Das gilt selbst dann, wenn der Linkbait gut klappt und du 10, 20, 50 Links bekommst. Es dauert, bis sich Resultate einstellen und stabilisieren. Nicht selten fluktuiert das Ranking nach ungefähr drei, vier Monaten. Es kann ganze zwölf Monate dauern, bis die Fluktuationen aufhören und sich die Rankings auf hohem Niveau einpendeln.
Linkable Assets und E-Mail-Masse
Mythos Nummer 5: Dein Linkable Asset, dein Linkbait-Content, muss das beste Stück Content sein, das die Welt je gesehen hat. David schreibt so schön: Linkable Assets wachsen nicht auf Bäumen. Allein eine Idee dafür zu bekommen, ist heutzutage nicht so einfach, es wurde ja schon alles tausendfach gemacht. Es muss aber nicht immer ein Dokument oder Ratgeber mit 10.000 Wörtern sein. Manchmal muss man nur kreativ genug sein und den richtigen Blickwinkel auf etwas finden. Beispiele dafür haben wir in diversen Folgen hier im Podcast. Schau einfach mal ins Archiv.
Vorurteil Nummer 6: Je mehr E-Mails du rausschickst, desto mehr Links wirst du bekommen. Dafür gibt es natürlich einige Verfechter, und die haben wir hier schon im Podcast behandelt. Sie sind so überzeugt von ihrer Strategie, sehr viele Leute auf einmal anzuschreiben, dass es dazu sogar einen kompletten Online-Kurs gibt. Unter Linkaufbauern ist das der Streitpunkt schlechthin: Masse oder Klasse? Ich würde das nicht pauschalisieren, sondern sagen: Es kommt auf das Projekt an, auf den Kunden, auf das Thema und auch auf die Fähigkeiten. Nicht jeder ist wirklich geschickt darin, psychologisch gut zu verhandeln.
Beziehungen, Anchor-Texte und Skills
Nummer 7: Der einzige Benefit vom Linkaufbau ist algorithmisch, also dass man bessere Rankings bekommt. Links können laut David zu besseren Rankings führen. Er macht aber auch darauf aufmerksam, dass sie die Markensichtbarkeit steigern können. Außerdem führen sie dazu, dass wichtige Beziehungen innerhalb der Branche und auch mit anderen Portalen außerhalb aufgebaut werden. David schreibt: Wenn du nur einmal mit deinem Linkgeber kommunizierst, um diesen einen Link zu bekommen, dann machst du etwas falsch. Potenzielle Linkgeber und Leute, die tatsächlich einen Link gesetzt haben, muss man sich warmhalten. Denn der Tag, an dem die nächste Kooperation ansteht, kommt auf jeden Fall.
Nummer 8: Du musst auf jeden Fall versuchen, einen exakten Anchor-Text zu bekommen. In der Vergangenheit war es wirklich so: Je exakter dein Anchor-Text das Keyword widerspiegelte, auf das du optimierst, desto wahrscheinlicher hast du genau für diesen Begriff gerankt. David weist darauf hin, dass du dich mit jedem weiteren exakten Anchor-Text-Link der Möglichkeit öffnest, dass Google dein Linkprofil als spammy klassifiziert und du in eine Penalty rutschst. Die Qualität des Links und alle umgebenden Faktoren seien deutlich wichtiger als der Anchor-Text selbst. Letztendlich überlässt du die Entscheidung, wie der Anchor-Text aussieht, immer der Person, die auf dich verlinkt, dem Webmaster, Autor oder Redakteur. Bei internen Links ist das wiederum anders. Da darfst du ruhig mit einem ordentlichen Anchor-Text auf deine eigenen Unterseiten verlinken.
Nummer 9: Linkaufbau erfordert ein hohes technisches Verständnis. Das ist natürlich nicht so. Ein Linkaufbauer oder eine Linkaufbauerin braucht laut David hauptsächlich Kreativität, Kommunikationstalent und strategisches Denkvermögen. Für mich persönlich steht Kommunikation ganz oben auf der Liste.
Im Linkaufbau gibt es verschiedene Jobs. Es gibt die Person, die die Content-Idee hat, und die Person, die nach außen kommuniziert. Idealerweise schließen sich diese beiden zusammen oder sind ein und dieselbe Person. Denn die Person, die kommuniziert, muss die Idee ja vertreten können und wissen, worum es geht. Dann gibt es die Person, die den Content konzipiert und vielleicht auch erstellt. Content kann im weitesten Sinne alles Mögliche sein: Text, Bilder, Grafiken, Video, Audio. Und selbstverständlich muss manchmal auch etwas programmiert werden, zum Beispiel ein interaktives Formular, ein Spiel, ein Widget oder ein Gadget.
Nicht jeder Follow-Link ist gleich viel wert
Der letzte Punkt, Nummer 10: Alle Follow-Links liefern genau den gleichen Wert. David bringt hier das im englischsprachigen Raum verbreitete Denken ins Spiel, zum Beispiel bei Links von .edu-Domains, also von Universitätswebsites. Auch hier spielt es eine Rolle, von wo genau diese Links kommen. Kommt der Link von einer Content-Seite, etwa einem Beitrag über ein Buch, das ein Professor geschrieben hat, über eine wissenschaftliche Arbeit, eine Untersuchung oder eine Studie? Oder kommt er aus einer Sponsoren-Sektion?
Davids Argument kann ich unterstreichen: Google erkennt sehr gut, woher der Link tatsächlich kommt. Ich würde sagen, nicht nur auf Seitenebene, sondern mittlerweile sogar auf der Ebene von Absätzen und einzelnen Sätzen. Google analysiert den Kontext des Links, also das, was davor und dahinter steht, mittlerweile sehr genau. Das wissen wir nicht zuletzt durch die Patente, also Googles eigene Publikationen. Da steht genau drin, was sie machen. Die Platzierung des Links auf der Seite spielt eine herausragende Rolle, deutlich mehr als die Domain, von der er kommt, sein PageRank oder andere technische Werte.
Meine Lüge Nummer 11: Der Link muss themenrelevant sein
Das waren die zehn Linkaufbau-Lügen, die du unbedingt ignorieren solltest. Im Großen und Ganzen habe ich dazu gar nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht meine eigene Lüge, Nummer 11: Es kommt darauf an, dass der Link themenrelevant ist.
Dagegen habe ich in den letzten zehn Jahren massiv gekämpft, gegen diese Denke. Zum Beispiel: Wenn ich ein Finanzportal betreibe, dann dürfte ich nur Links von anderen Finanzportalen oder von Finanzbloggern bekommen. Hauptsache, das Thema ist relevant. Das ist totaler Quatsch. Wenn ich themenrelevante Links bekommen kann, sollte ich die natürlich aufbauen. Dagegen habe ich nichts. Ich habe nur etwas gegen die Denke, dass Google uns abstrafen würde, wenn wir auch Links aufbauen, die nicht themenrelevant sind.
Die Websites, für die wir Links aufbauen, gehören uns. Sie gehören nicht Google. Wir entscheiden, was auf diesen Websites veröffentlicht wird. Google ist nicht der Gott, der dir erlaubt, was du tun darfst und was nicht. Und ich glaube, Google möchte das auch gar nicht sein.
Wenn dein Hauptgeschäftsfeld Teller und Tassen, Töpfe und Pfannen sind, also Küchenutensilien, warum solltest du dann nicht ein Linkable Asset machen dürfen? Einen Linkbait-Content zum Thema Tonarbeiten, Erste Hilfe bei Schnitten oder Brandschutz, ein in der Branche immer wieder gern zitiertes Beispiel. Oder Münzen sammeln, Delfine, was auch immer. Das Thema spielt keine Rolle. Wenn du herausgefunden hast, dass es ein Thema gibt, für das es eine dankbare Zielgruppe gibt, die gerne auf dich verlinken würde, dann mach es einfach.
Du musst diese Seite ja nicht unbedingt über die Startseite laufen lassen oder die Kunden darüber informieren. Aber es gibt natürlich Mittel und Möglichkeiten, das Ganze miteinander zu verbinden, wenn es unbedingt sein muss. Von mir aus druck doch einfach Delfine auf Teller und Tassen. Welches Thema du auf deiner Website veröffentlichst, entscheidest du ganz allein. Viel Erfolg und Spaß damit. Wenn du Hilfe benötigst, melde dich gerne bei mir.