Content, Links und SEO

Ein Podcast für Content-Marketing, Linkaufbau und Suchmaschinenoptimierung – auch im Zeitalter der KI

CLS 57

Mache deinen Content verlinkungswürdiger, ohne viel Geld auszugeben

· von Saša Ebach · aktualisiert am

Alexandra Tachalova schreibt im MOZ-Blog, wie sich Inhalte mit wenig Aufwand, also ohne hohe Kosten, verlinkungswürdiger gestalten lassen.

How to Boost Content Linkability Without Wasting Your Marketing Budget

Definitiv lesenswert, wenn du bisher damit kämpfst, Links auf deine bestehenden Inhalte zu bekommen. Geht aber auch genauso gut mit neuen Kampagnen.

Transkript dieser Folge

Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.

Verlinkungswürdigkeit steigern, ohne das Budget zu verschwenden

Heute geht es um einen Beitrag von Alexandra Tachalova vom 23. Juli 2019 im Moz-Blog: „How to Boost Content Linkability Without Wasting Your Marketing Budget“.

Content, der keine Links erhält, ist einfach nicht gut genug. Deshalb hat sich Alexandra fünf schusssichere Taktiken ausgedacht, mit denen sich die Verlinkungswürdigkeit eines jeden Contents verbessern lässt.

Jeder Link ist nach wie vor Beziehungsaufbau. Denn ein Link repräsentiert eine Beziehung zwischen dem Linkgeber und dem Empfänger.

Sie zitiert das Beispiel von Robbie Richards. Er hat 137 Experten gefragt, was ihr jeweiliges Lieblings-Keyword-Research-Tool ist. Für diesen Beitrag hat er über 300 Links von unterschiedlichen Domains erhalten. Alexandra denkt, das Geheimnis lag darin, dass Robbie die Experten innerhalb seines eigenen Business-Circles kontaktiert und interviewt hat.

Oder liegt es daran, und das ist mein Einwurf, dass Robbie diese Experten von sich aus bereits verlinkt hat? Beziehungsweise war klar, dass jeder dieser Experten einen Link auf die eigene Homepage bekommt. Dazu kommt, dass es Experten im Bereich Suchmaschinenoptimierung sind. Die wissen natürlich, wie der Hase läuft.

Wie dem auch sei: Schauen wir uns den ersten von fünf Tricks an, wie sich Inhalte verlinkungswürdiger gestalten lassen.

Tipp 1: Expertenzitate hinzufügen

Nach dem vorangegangenen Beispiel ist dieser Tipp natürlich kein Wunder. Ob das in deinem Bereich funktioniert, hängt ein bisschen davon ab, in welchem Bereich du aktiv bist und wie einflussreich deine Website oder dein Unternehmen ist. Alexandra hat aber recht damit, dass es kaum etwas kostet, diese Strategie umzusetzen.

Du hast einen fertigen Content. Jetzt gehst du raus und suchst nach einflussreichen Personen oder Experten. Du fragst sie nach ihrer Meinung, passend zum Beitrag natürlich, und integrierst diese dann. Solche Influencer lassen sich zum Beispiel über Tools wie followerwonk.com finden. Interessante Inhalte findest du auch über den Moz Link Explorer oder über BuzzSumo. (Anmerkung: Die Followerwonk-Tools sind heute Teil von Fedica und werden dort angeboten.)

Und ein Klassiker: Es kann sein, dass die Influencer, die du kontaktierst, dich noch nicht kennen. Dann wird es vielleicht schwierig. Deshalb gilt es, in den Aufbau einer Beziehung zu investieren. „Scratch their backs“, sagt sie. Teile deren Inhalte über Social Media, melde dich bei deren Newslettern an, mach dich einfach bekannt. Und stelle auf jeden Fall sicher, dass das Zitat optisch ansprechend in den Beitrag integriert ist.

Tipp 2: Strategisch auf andere Experten verlinken

Wenn diese Experten eines Tages auf deinen Content verlinken sollen, musst du ihnen beweisen, dass dein Content ihre Aufmerksamkeit verdient. Das schaffst du am besten, indem du zuerst auf sie verlinkst.

Das funktioniert im Prinzip genauso wie bei Strategie 1. Es gibt aber ein paar zusätzliche Dinge, die man machen kann. Du kannst zum Beispiel bestehende Gruppen auf Facebook oder LinkedIn nutzen, dir anschauen, wer in dieser Gruppe aktiv ist, und diese Leute dann kontaktieren, und zwar mit Hinweis auf die Gruppe.

Besonders wichtig beim Kontaktieren ist die Frage, ob die jeweilige Person Lust hätte, einen Link aus einem Beitrag zu erhalten, den du in Zukunft veröffentlichen wirst. So an die Sache heranzugehen, ist wichtig, weil du der Person damit signalisierst, dass du erwartest, in Zukunft auch verlinkt zu werden.

Hast du selbst mal in einem Gruppeninterview, also in einem Roundup, mitgemacht, bietet es sich an, all die anderen Teilnehmer dieses Roundups anzugehen. Natürlich lässt sich das auch mit Newsletter-Abonnenten, Kunden und anderen Partnern machen.

Tipp 3: Professionelle Bilder und GIFs

Alexandras dritter Tipp: Füge gut gemachte Bilder oder animierte GIFs in deine Beiträge ein und achte darauf, dass sie wirklich professionell gestaltet sind. Schrecke also nicht davor zurück, auch mal einen Designer zu beauftragen.

Ein Beispiel im Beitrag ist ein kleines Bild mit dem Titel „Tales of Halloween: Zombie Linkbuilding Techniques“. Es bezieht sich auf ein Roundup aus diesem Bereich. Die SEO-Experten wurden im Comic-Stil dargestellt, teilweise mit Masken, dazu fliegende Hexen, Fledermäuse und so weiter. Man sieht, dass sie sich das etwas haben kosten lassen. Pro Bild hat es allerdings nur ungefähr 30 Dollar gekostet.

Tipp 4: Beim Outreach die Low-Hanging Fruits angehen

Das Team hinter der Agentur Digital Olympus, für die Alexandra arbeitet, achtet beim Outreach darauf, dass die angesprochene Zielgruppe im „Right State of Mind“ ist. Sie ist also gerade empfänglicher als andere. Aber woran erkennt man das?

In der Agentur verwenden sie das Tool Pitchbox. Das hat einige Vorteile: Es beschafft automatisch eine Liste von Content-Seiten samt Kontaktdaten und automatisiert darüber hinaus den kompletten Outreach-Prozess.

Wie genau der Outreach funktioniert, erklärt Alexandra nicht, sondern verweist auf einen weiteren Beitrag von ihr. Sie schreibt nur, es sei ein sehr harter, zeitaufwendiger Job, der viel Können und Übung erfordert. Wer hätte das gedacht?

Tipp 5: Statistiken hinzufügen

Ihr fünfter Tipp: Füge Statistiken hinzu, die keinen großen Zeitaufwand bedeuten. Der größte Geheimtipp zum Einsammeln von Umfrageergebnissen seien Twitter-Polls. Damit lassen sich 1.000 Resultate für 100 US-Dollar einsammeln. Das ist doch mal ein guter Tipp. Dazu hat sie auch einen weiteren Beitrag in ihrem Blog veröffentlicht.

Außerdem empfiehlt sie zwei Tools: Survata, S-U-R-V-A-T-A, und SurveyMonkey. Einen kleinen Hack nutzt sie von Zeit zu Zeit: Sie sucht sich eine bestehende Statistik beziehungsweise Umfrageergebnisse und gestaltet ihre Umfrage rund um diese bereits bestehenden Daten und Zahlen. (Anmerkung: Survata hat sich später in Upwave umbenannt; das Umfragegeschäft (Instant Insights) wurde 2021 an PureSpectrum verkauft.)

Mein Fazit

Das waren die fünf strategischen Tipps von Alexandra, die ich durchgehend gut finde. Der Kern der Aussage ist doch folgender: Du hast ein Stück Content, einen Beitrag, der vielleicht bisher nur aus Text besteht. Vielleicht ist es bisher auch nur eine Idee, die erst noch umgesetzt werden will.

Wenn dieser Inhalt von vielen Menschen verlinkt werden soll, die Link-Attraktivität also gesteigert werden soll, gibt es nichts Besseres, als Elemente hinzuzufügen, die den Beitrag besser und besser machen. Zum Beispiel, indem es weitere Blickwinkel auf das Thema gibt. Und die bringen andere Menschen am besten ein. Eine grafisch hochwertige Gestaltung tut ihr Übriges.

Wenn du es dann auch noch schaffst, ein Element hinzuzufügen, mit dem sich die Besucher beschäftigen können, umso besser. Das kann eine sortierbare Tabelle sein, ein Rechner, ein interaktives Element, ein Video oder ein anderes Element, das die Stickiness, die Klebrigkeit des Contents, verbessert. Idealerweise auf eine Art, bei der der Kern des Themas nur dann rüberkommt, wenn man dieses Element auf der Seite entdeckt, konsumiert, bedient, wie auch immer.

Natürlich haben wir nicht alle unendlich Budget dafür, und deshalb machen Alexandras Tipps hier besonders viel Sinn. Viel Spaß beim Umsetzen und viel Erfolg wie immer.