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1 Million Leser mit Gastbeiträgen
Alex Turnbull beschreibt, wie er mit einer Gastbeitragsstrategie auf über eine Million Besucher gekommen ist. Der Beitrag:
How We’ve Reached More Than 1 Million People by Guest Blogging
Wer Gastbeiträge nur als Linkaufbau-Strategie versteht, dem entgeht der eigentliche Benefit dieser Methode. Links aus Gastbeiträgen sollten immer nur ein Nebenprodukt sein.
Transkript dieser Folge
Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.
Mehr Besucher durch Gastbeiträge
Lassen sich mit Gastbeiträgen auch mehr Besucher erreichen?
Alex Turnbull, der CEO von Groove, berichtet vom 22. April – hier steht nicht, in welchem Jahr, ich denke 2018. Sie konnten live dabei zugucken, wie über 20.000 Besucher an einem Tag auf die Website gekommen sind. Der Grund war ein Gastbeitrag auf dem Buffer-Blog.
Buffer.com gilt aktuell als das reichweitenstärkste Marketing-Blog oder Marketing-Magazin der Welt. Das Interessante ist: Wer die Story kennt, weiß, dass Buffer seine eigene Reichweite mit Gastbeiträgen aufgebaut hat. Natürlich auf der einen Seite mit Gastbeiträgen und auf der anderen mit hochwertigen Inhalten.
Groove HQ und die Gastbeitragsstrategie
Nun geht es aber um Groove HQ und deren Erfolg mit der Gastbeitragsstrategie. Sie haben in der Zwischenzeit unter anderem bei OnStartups, Shopify, Kissmetrics, Buffer und Copyblogger Gastbeiträge veröffentlicht. (Anmerkung: Groove wurde im Mai 2026 in Helply umbenannt; groovehq.com leitet inzwischen auf helply.com weiter. Das bisherige Produkt läuft als „Groove Classic“ weiter, und Alex Turnbull ist Gründer von Helply.)
Alex, der auch für diesen Beitrag verantwortlich ist, schreibt, dass das Groove-Blog ungefähr 10.000 Abonnenten hat. Die Portale, auf denen er Gastbeiträge geschrieben hat, haben in der Summe jedoch über eine Million Abonnenten.
Um dieses Publikum zu erreichen, musst du nur die Zeit investieren, die es braucht, einen Gastbeitrag zu schreiben. Laut Alex gibt es keinen günstigeren oder schnelleren Weg, exponentielles Wachstum zu stimulieren.
Themen auf das Publikum zuschneiden
Alex beschreibt im weiteren Verlauf des Beitrags, wie genau diese Strategie funktioniert. Ideen für Gastbeiträge müssen exakt auf die spezifischen Bedürfnisse des Publikums des jeweiligen Portals angepasst werden. Sie müssen auf die einzigartigen Interessen, Ziele und Herausforderungen dieses Publikums eingehen.
Gute Gastbeiträge haben rein gar nichts mit dem Autor zu tun. Sie fokussieren sich zu 100 Prozent auf das Publikum, das du erreichen willst. Bei Shopify geht es zum Beispiel um E-Commerce, bei Buffer um Social Media und darum, wie man damit erfolgreich wird. Kissmetrics ist etwas für Analytics-Nerds, und bei OnStartups geht es natürlich um Startups.
Du solltest dir die Frage stellen, welches spezifische Problem das Publikum der jeweiligen Publikation hat. Das Buffer-Publikum möchte zum Beispiel wissen, wie man mit Content-Marketing erfolgreich wird. Das angebotene Thema von Groove war, wie man ein gutes Intro schreibt.
Als Nächstes schaut sich Alex an, welcher Content historisch gesehen auf dem entsprechenden Blog besonders gut funktioniert hat. Waren das eher Top-Ten-Listen, Bildergalerien oder vielleicht doch Storys? Daraus müsstest du keine Datenwissenschaft machen. Es reicht schon, dir die Anzahl der Kommentare und vielleicht auch die Interaktion in den Kommentaren genauer anzuschauen.
Die Gastbeitragsanfrage
Wie schreibt man eine gute Gastbeitragsanfrage? Alex hat dazu ein Beispiel, das ich gleich übersetze.
„Hey man, hope all is well.“ Also: „Hi Alter, ich hoffe, es geht dir gut.“ Ob du bei deiner Anfrage so informell sein möchtest, musst du dir natürlich vorher gut überlegen. Ich fand es auf jeden Fall witzig. Kann man mal ausprobieren.
Er schreibt weiter: „Ich arbeite gerade an einem Blog-Beitrag, von dem ich denke, dass er richtig gut funktionieren könnte. Er würde richtig gut ins Buffer-Blog passen. Ich würde sehr gerne bei euch veröffentlichen und natürlich auch dabei helfen, ihn an unsere über 7.000 Abonnenten zu promoten. Ich habe letztens erst bei Kissmetrics und Shopify veröffentlicht. Möchtest du den Beitrag vielleicht zuerst sehen?“
„Wir haben zuletzt Storytelling-lastige Blog-Beiträge veröffentlicht, und es geht um interessante Resultate, die wir dabei herausgefunden haben. Wir haben die gleiche Story zweifach veröffentlicht, nur bei der einen Variante gab es ein Intro mit einer kleinen Geschichte. Ich persönlich habe schon vermutet, dass die Geschichtenintros besser funktionieren, war dann aber doch überrascht, dass sie um 300 Prozent besser funktionierten. Mein Beitrag erzählt genau diese Story und gibt auch weitere Tipps und Strategien, sodass euer Publikum das leicht nachvollziehen kann. Darf ich dir den Beitrag zur Ansicht schicken? Danke, Alex.“
Alex beschreibt im weiteren Verlauf auch, warum er so leger eröffnet hat: Der Kontakt bestand bereits. Er würde niemals jemanden bezüglich eines Gastbeitrags kalt anschreiben.
Alex zeigt außerdem, wie sie die Besucher begrüßen, die über die Gastbeiträge kommen. Damit haben sie sträflicherweise erst vor Kurzem angefangen. Es lohnt sich also, in den Beitrag noch einmal reinzugucken. Den Link findest du natürlich in den Shownotes.
Meine Erfahrung mit Gastbeiträgen
Aus meiner Sicht ist klar: Diese Strategie funktioniert. Ich habe ja selbst meine Karriere rund um Gastbeiträge aufgebaut. Ich sollte definitiv mehr Gastbeiträge schreiben und werde das in Zukunft mit Sicherheit auch wieder aufgreifen. Dem Podcast würde das sicherlich auch guttun.
Ich hatte mich letztens gefragt, wie ich eigentlich auf diese Strategie gekommen bin. Dann ist es mir eingefallen. Es muss ungefähr 2004 oder 2005 gewesen sein. Ich saß damals in unserer Mietwohnung auf dem Balkon und habe ein Buch gelesen: „Million Dollar Consulting“ von Alan Weiss. Das Buch ist nach wie vor der Hammer, und der Autor ist auch immer noch sehr aktiv.
Ich hatte damals nach Möglichkeiten gesucht, bekannter zu werden und mein Marketing voranzubringen. Das Buch hatte für mich die Lösung. Alan schreibt, du musst einfach nur in den verschiedenen Fachpublikationen und Magazinen da draußen einen Gastbeitrag einreichen. Beginne mit den kleineren Publikationen und arbeite dich zu den mittleren hoch. Wenn du deine Arbeit richtig machst, kommen irgendwann auch die großen Publikationen automatisch auf dich zu. Und wenn du richtig gut bist und ein bisschen Glück hast, bekommst du von den ganz großen Publikationen vielleicht sogar eine Kolumne angeboten. Das ist sozusagen das große Ziel deiner Gastautorentätigkeit.
Mehr als nur Linkaufbau
Diese Marketingstrategie kannst du ohne Probleme locker 10 bis 20 Jahre lang durchführen. Die Gastbeitragsstrategie nur für den Linkaufbau zu missbrauchen, ist eigentlich, wie Perlen vor die Säue zu werfen.
In dem Sinne: Fang an und viel Erfolg damit!