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Ist die SEO-Performanz von Links hochwertiger Publisher wirklich besser?
Wirken Links von spiegel.de besser als von pusemuckel.xy?
Die große Frage beim Linkbuilding ist ja immer: Soll ich mir die Mühe machen und Links eher von sehr hochwertigen Publishern aufbauen oder aber lieber mehr Links als Hintergrundrauschen?
Transkript dieser Folge
Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.
Was sind Links von Top-Publishern wirklich wert?
Heute geht es um einen Beitrag von Kristin Tynski auf dem Moz-Blog vom 20. Januar 2020: „The True Value of Top Publisher Links“.
Die große Frage ist ja: Lohnt es sich wirklich, diesen großen Publishern hinterherzulaufen und zu versuchen, bei ihnen oder von ihnen Links aufzubauen? Auf das Deutsche übertragen sind das die Spiegel.de dieser Welt. Denn das ist mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden.
Kristin Tynski arbeitet für die Content-Marketing-Agentur Fractl. Von ihr wissen wir aus vergangenen Beiträgen schon, dass sie außerordentlich offen mit ihren Daten umgeht und wahrscheinlich die besten Case-Studies in der Branche hat, zumindest was Linkbuilding betrifft.
Der Effekt auf die Rankings
In diesem Beitrag geht es darum, was man an Verbesserung in den Suchergebnissen erwarten kann. Also: Wie verbessern sich ganz konkret die Rankings, wenn man es schafft, von diesen großen Publishern Links zu erhalten?
Kristin präsentiert dazu eine sehr interessante Gegenüberstellung zweier Diagramme. Auf der linken Seite stehen die Top 300 Publisher und die Auswirkungen ihrer Links auf den Traffic, der bei den Kunden auf der Website angekommen ist. Direkt fällt auf, dass die Kurve bei den Top 300 Publishern deutlich steiler nach oben geht als bei den Top 500. Die Korrelationswerte liegen bei 0,19 beziehungsweise 0,079.
Das sind keine sonderlich hohen Korrelationswerte, die würden über 0,5 liegen. Aber wir müssen auch bedenken, so Kristin, dass sich nicht nur Links auf das Ranking auswirken. Selbstverständlich zählen auch die Onsite-Faktoren, die Qualität der Inhalte und so weiter.
Publisher, die gern verlinken
Der Trick liegt darin, Publisher zu finden, die tatsächlich gerne nach außen verlinken und darüber hinaus viel Traffic liefern können.
Kristin zeigt dazu eine Grafik: Outbound Links by Outlet. Aus der Liste geht hervor, dass viele lokale News-Websites sehr häufig nach außen verlinken. Das Problem ist, dass es vielleicht nicht so wertvoll ist, von diesen lokalen News-Websites verlinkt zu werden.
Bereinigt man die Liste um die lokalen News-Websites, bleibt an erster Stelle Forbes.com, an zweiter Stelle die New York Times, an dritter ZDNet, dann NPR, PR Newswire, Seeking Alpha, The Conversation, USA Today, CNN und auf Platz 10 Benzinga. Fünf weitere findest du im Beitrag.
Wie Kristin die Daten ausgewertet hat
Was Kristin als Nächstes macht, ist hochinteressant. Sie hat diese Websites zugrunde gelegt, um herauszufinden, von welchen Websites die höchsten Traffic-Gains kamen. Mit anderen Worten: Welche Websites haben durch ihre Links die Rankings am besten verbessert? Und wie sie dabei vorgegangen ist, finde ich einfach nur cool.
Sie hat das GDELT-Projekt genutzt, geschrieben G-D-E-L-T. Das ist eine riesige Datenbank, in der alle News-Artikel durchsuchbar zur Verfügung stehen. Sie hat sich die Daten dort herausgezogen, gezählt, wie viele Links in jedem Beitrag vorkommen, und diese anhand der Root-Domain aggregiert. Dabei musste jede Domain, die in so einem Artikel erwähnt wurde, mindestens 30 Mal vorkommen.
Diese Daten hat sie dann mit der Semrush-API kombiniert, um die Traffic-Zahlen zu bekommen. Semrush liefert auf URL-Ebene Zahlen wie Traffic-Volume, Preis-Rankings beziehungsweise Ranking-Keyword-Volume-Change. So wollte sie herausfinden, ob es einen statistisch signifikanten Einfluss der News-Coverage auf die Rankings gibt. Wie wir weiter vorne gesehen haben, scheint es den tatsächlich zu geben.
Die Erkenntnis ist nicht wirklich neu, aber es ist sehr schön, dass jemand so systematisch vorgeht, um das noch einmal nachzuweisen.
Kristin bietet übrigens die gesamte Datenbasis zum Download an. Dazu gehst du auf den Artikel, scrollst nach unten und findest dort den Link „Download the Tableau Notebook“. Tableau ist eine Software, mit der sich genau solche Berechnungen anstellen lassen.
Mein Fazit
Viel hinzuzufügen habe ich hier nicht. Es war in der Vergangenheit schon immer so, und es spricht auch nichts dagegen, dass es in Zukunft so bleibt: Links von Websites mit wirklich großer Reichweite, den sogenannten Top-Tier-Publishern, bringen insgesamt mehr als Links von kleineren Publishern.
Allerdings bringen auch die Links von kleinen Publishern etwas. Man sollte sich also nicht gegen sie wehren.
Bleibt nur noch die Frage: Wann fängst du damit an, richtig gute Links von diesen Top-Tier-Publishern mit super kreativen, organischen Linkkampagnen aufzubauen?