Content, Links und SEO

Ein Podcast für Content-Marketing, Linkaufbau und Suchmaschinenoptimierung – auch im Zeitalter der KI

CLS 4

Mit bestehenden Inhalten Traffic verdoppeln und verdreifachen

· von Saša Ebach · aktualisiert am

Traffic steigern mit neuem Content ist nicht immer einfach. Um genau zu sein: Es lässt sich oft mehr aus alten Inhalten rausholen. Aber das ist nicht sonderlich sexy. Jim und Jan vom Animalz Content Podcast treten an, dies zu ändern. Wie ich finde sehr erfolgreich.

How to Win Traffic by Refreshing Old Content (Textbeitrag)

Episode 13: Why Don’t More People Refresh Their Content? (Podcast)

Viel Erfolg bei der Aktualisierung der alten Beiträge.

Transkript dieser Folge

Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.

Warum alte Inhalte oft mehr bringen als neue

Diese Folge widmet sich dem Thema Content-Refreshing, also dem Aktualisieren bereits vorhandener Inhalte. Der Animalz Content Podcast fragt in der Folge vom 30. Januar 2019: „Why Don't More People Refresh Their Content?“ Diese Episode ist eine absolute Perle, wie ich finde, und deswegen möchte ich sie gerne für dich zusammenfassen.

Den Animalz Content Podcast findest du auf animalz.co. Die Episoden-Nummer ist 13. Die beiden Podcast-Hosts Jimmy und Jan weisen auf ein Phänomen hin, das eigentlich allgemein bekannt ist: Aktualisierte Inhalte führen in der Regel zu mehr Besuchern. Allerdings ist es irgendwie unsexy, bestehende Inhalte zu aktualisieren und zu verbessern. Es gibt ein Budget, Publikationskalender und Teams, die stets an einer Frage arbeiten: Wie schaffe ich neuen Content?

Dabei haben die Hosts immer wieder festgestellt, dass sich mit relativ wenig Aufwand Artikel, die zum Beispiel 200 Besucher pro Monat bekommen, auf 500 Besucher pro Monat steigern lassen. Oder Artikel mit 500 Besuchern pro Monat auf 1.000. Das ist doch viel besser, als krampfhaft zu versuchen, immer wieder neue Leser für komplett neue Inhalte zu generieren.

Aktualisieren fest im Workflow verankern

Was passiert, wenn sich das Team jahrelang nie darum kümmert, was mit den älteren Beiträgen passiert ist? Irgendwann steht es vor einem riesigen Berg an Artikeln, die zu aktualisieren sind. Dann scheint die Aufgabe nicht mehr bewältigbar, und wir lassen es am besten ganz sein.

Der Vorschlag ist deshalb, die Aktualisierung fest im Workflow zu verankern. Zum Beispiel: Für jeden neuen Beitrag, den wir veröffentlichen, müssen wir einen alten aktualisieren. Oder für jeden zweiten oder dritten. Die Tools tun auch ihres dazu, denn die sind in der Regel so aufgebaut, dass es in ihnen nur um die Erstellung neuer Inhalte geht. Cool wäre ein Mechanismus in den Tools, der ältere Beiträge automatisch auf Wiedervorlage setzt.

Kundenerwartungen und Return

Animalz ist ein Agentur-Podcast, und so berichten die Hosts auch über Kundenerwartungen. Kunden erwarten für ihr Geld immer eine Art Output, meistens in Form von Anzahl Wörtern, Anzahl Grafiken und so weiter. Dabei ist der Return bei der Aktualisierung älterer Beiträge in der Regel größer. Es scheint zwar, als würde insgesamt weniger Arbeit in das Aktualisieren fließen. Aber auch hier fällt Arbeit an: Recherche, Neuanalysen, das Durchlesen älterer Inhalte, das Kürzen, das Ergänzen und so weiter.

Das erinnert mich auch an das, was ich im Content-Performance-Podcast bisher gelernt habe. Ich werde dazu bestimmt in Zukunft noch die ein oder andere Folge machen. Die Hosts dort, Fabian Jaeckert und Benjamin O'Daniel, erstellen Inhalte, zum Beispiel Landingpages, und arbeiten dann so lange daran, bis sie das Maximum an Performance herausgekitzelt haben. Die Inhalte werden also permanent aktualisiert, erweitert und wahrscheinlich auch gekürzt. Denn mit jeder Aktualisierung ändert sich hoffentlich etwas am Ranking-Verhalten des Beitrags. Das bedeutet auch, dass wir über unsere Tools neue Daten gewinnen. Mit diesen Erkenntnissen können wir den Beitrag wieder weiter aktualisieren, erweitern und verbessern.

Welche Inhalte du dir zuerst vornimmst

Zurück zum Animalz-Podcast. Die Hosts empfehlen, in Google Analytics einzutauchen und herauszufinden, welche Seiten und Artikel im Laufe der Zeit an Performance verlieren oder stagnieren. Spätestens dann ist ein guter Zeitpunkt erreicht, um an solchen Beiträgen zu arbeiten. Mit Content-Refreshing kann man diese Herausforderung angehen.

Am meisten Sinn macht es natürlich, Inhalte zu aktualisieren, die Leads liefern oder Sales generieren.

Oft empfiehlt es sich auch, Inhalte zu konsolidieren. Gerade wenn sich auf der Website viele Longtail-Inhalte zu ein und demselben Thema mit leichten Variationen finden. Typische SEO-Inhalte mit 500 Wörtern, die im Prinzip immer gleich aufgebaut sind. Hier ist es vielleicht eine bessere Idee, daraus einen größeren, umfangreicheren Inhalt zu machen. Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise: Sich lässt die interne Verlinkung optimieren. Aus 50 Longtail-Posts werden vielleicht ein oder zwei größere Beiträge, und die Anzahl der internen Verlinkungen reduziert sich. Vergiss in so einem Fall bitte nicht, die alten URLs umzuleiten.

Die fünf Phasen eines Inhalts

In einem begleitenden Blogbeitrag beschreiben die Hosts die fünf Phasen, die jeder Inhalt durchläuft. Zuerst kommt die Spike-Phase, die Ausschlagphase, wenn der Beitrag das erste Mal veröffentlicht wird. Danach folgt die Trough-Phase, die Stagnationsphase, in der es so aussieht, als würde die Performance des Beitrags stagnieren. Dann gewinnen Beiträge immer mehr Sichtbarkeit in der Suche, und die Growth-Phase, die Wachstumsphase, beginnt. Längere Zeit später erreicht jeder Beitrag die Plateau-Phase, in der die meisten Beiträge keine neuen Besucher mehr gewinnen. Die fünfte Phase ist die Decay-Phase, die Phase des Abfalls: Immer weniger Besucher finden den Beitrag.

Etwas Ähnliches passiert übrigens auch mit den Links. Gute Beiträge, die anfangs viele Links einsammeln, kommen irgendwann ebenfalls in die Plateau- und die Decay-Phase. Wenn Beiträge irgendwann immer weniger oder gar keine Links mehr erhalten, ist das sicher auch kein positives Signal.

Ideen für die Aktualisierung

Aber wie lässt sich ein Beitrag am besten aktualisieren oder erweitern? Hier haben die Hosts ein paar gute Ideen. Aus einem Top-10-Beitrag lässt sich zum Beispiel ein Top-20-Beitrag machen. Ein zeitkritischer Beitrag lässt sich jedes Jahr mit der neuen Jahreszahl versehen.

Bildschirmfotos sind natürlich ein großes Problem, gerade in Software-Tutorials. Zum Beispiel: Wie verwende ich Instagram am besten in 2019? Oder: Die besten Strategien bei der Erstellung von Facebook-Ads. Die Bildschirmfotos in diesen Beiträgen müssen immer dann geändert werden, wenn die Hersteller der Software ihre Oberfläche ändern.

Und vergiss die Content Promotion nicht. Selbstverständlich sollten alle Beiträge, die aktualisiert wurden, auch wieder neu verbreitet werden.

Mein Fazit

Diese Podcast-Folge spricht mir aus dem Herzen. Das Ganze ist so logisch, dass mir noch nicht mal ein Satz Kritik einfällt. Ich möchte an dieser Stelle nochmal auf den Blogpost hinweisen. Dort sind noch ein paar Perlen versteckt. Es lohnt sich allein schon, ihn anzuschauen, weil er sehr viele schöne Screenshots von Diagrammen enthält und zeigt, was in der Realität tatsächlich passiert, wenn Content aktualisiert wird.

Ich plädiere zusammen mit Jimmy und Jan dafür, in Zukunft nicht immer nur an neue Inhalte zu denken, sondern regelmäßig auch die alten Inhalte anzuschauen. Auch wenn das nicht so sexy ist, es bringt eine ganze Menge. Und ich hoffe, du siehst das auch so.