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Konkrete Fallbeispiele für E-A-T
Was passiert, wenn eine Website E-A-T beachtet und die andere nicht?
Ein kleines Fallbeispiel von der Income School auf Youtube.
Transkript dieser Folge
Automatisch erstellt und leicht bearbeitet. Anmerkungen in Klammern sind Ergänzungen vom 24. Oktober 2026.
Ein Video der Income School zu E-A-T
Auf YouTube ist im Kanal der Income School am 7.10.2019 das Video „What's new with SEO in 2020 – A full E-A-T Webinar“ erschienen. Den Inhalt finde ich so gut, dass ich ihn dir nicht vorenthalten will.
Es geht mal wieder um E-A-T, ich weiß. Aber das Thema ist einfach so wichtig. E-A-T ist das neue SEO. Naja, ein großer Bestandteil davon, und es führt nichts daran vorbei. Wir müssen uns mit E-A-T beschäftigen. Du kannst nur darauf verzichten, wenn deine Website ein Thema hat, das von E-A-T überhaupt nicht betroffen ist. Das heißt, wenn es auf deiner Website keine Seiten mit Bezug zu Your-Money-or-Your-Life-Themen gibt.
Die Income School, das sind Jim und Ricky, und die beiden machen auch dieses Video. Es ist sehr unterhaltsam, ich empfehle dir, es dir anzuschauen. Es ist 35 Minuten lang, ich fasse es hier in deutlich kürzerer Zeit zusammen.
Die Fallstudie: sevenyearolds.com gegen imborapets.com
Was ich bei Jim und Ricky immer cool finde: Sie rücken auf ihrem YouTube-Kanal mit ihren echten Websites heraus. So auch hier. Um zu testen, was es mit E-A-T auf sich hat, haben sie eine Case-Study angelegt und vergleichen zwei Websites miteinander: sevenyearolds.com und imborapets.com.
Sevenyearolds.com ist auf Gesundheitsinformationen für siebenjährige Kinder spezialisiert. Es geht um Fragen wie: Kann ich meinem siebenjährigen Kind schon eine Aspirin-Tablette geben? Kann ein Siebenjähriger schon an Depressionen leiden? Oder kann ein Siebenjähriger bereits Schamhaare bekommen? Neun von zehn Beiträgen auf dieser Domain haben einen medizinischen Hintergrund. Laut Jim und Ricky sind die Beiträge gut ausgearbeitet und alle von einem Kinderarzt auf Wahrheitsgehalt und Richtigkeit überprüft.
Das Portal Imbora Pets dreht sich, wie der Name sagt, um alle möglichen Haustiere, aber auch um andere Tiere. Ganz oben auf der Website sehe ich zum Beispiel einen Beitrag zur giftigsten Schlange der Welt. Darin geht es um die schwarze Mamba in Afrika. Wer schon einmal im Fernsehen eine Schlangen-Doku über die giftigsten Schlangen der Welt gesehen hat, weiß: Die kommen nicht aus Afrika, die leben in Australien.
Die Artikel sind recht gut geschrieben, nicht sonderlich akkurat, aber ganz lesenswert. Man lernt einiges. Ich sehe Headlines wie „Sind Mini-Pudel die besten Hunde der Welt?“, „Mini-Great-Danes: Sie sind so süß“ oder „Wie viel kostet eine Schlange als Haustier?“. Damit kannst du dir das Kaliber der Website ungefähr vorstellen.
Jetzt kommt es: Sevenyearolds.com bekommt im Monat ungefähr 3.000 Besucher, imborapets.com knapp 100.000.
Glaubwürdigkeit statt nur E-A-T
Für Jim und Ricky sind Expertise, Autorität und Vertrauen nur Nuancen eines darüberliegenden Phänomens. Im Prinzip geht es um Credibility, auf Deutsch Glaubwürdigkeit.
Um diese Glaubwürdigkeit zu überprüfen, kannst du bei Google nach dem Namen deiner Website oder deines Unternehmens suchen und „-site:“ mit dem Domainnamen hinzufügen. Das Beispiel für die Income School wäre „Income School -site:incomeschool.com“. So findest du andere Websites, die über dich oder über die Website, die du recherchierst, reden, sie erwähnen oder sogar anlinken. Die Ergebnisse der eigenen Domain filterst du so aus.
Einen wichtigen Punkt machen die beiden mit den Search Quality Rater Guidelines. Sie zitieren die Passage, in der Google sagt, dass es E-A-T-Seiten und -Websites für alle möglichen Themen gibt, zum Beispiel Klatsch und Tratsch, Mode, Humor, Foren oder Frage-und-Antwort-Portale. Betroffen ist also nicht unbedingt die ganze Website, unter Umständen sind es nur einzelne Seiten.
Die beiden witzeln, dass es nicht mehr nur um „your money and your life“ geht, sondern auch um „your news, your shopping, your hobbies“ und so weiter. Damit haben sie wahrscheinlich recht. Angefangen hat es mit medizinischen Portalen und Portalen, bei denen es wirklich um Geld geht, also Immobilien- und Shoppingportalen. Aber wenn die Witze-Seite auch ein E-Book für 10 Euro verkauft, bei dem du Geld ausgeben kannst, werden natürlich auch E-A-T-Signale im Algorithmus ausgelöst.
E-A-T auf Seitenebene: Tipps für den Beitrag
Es geht zuerst darum, auf der Ebene der Seite, also des Beitrags, für E-A-T zu sorgen. Das Beispiel ist ein Beitrag darüber, wie sich Aprikosen durch Einkochen haltbar machen lassen. Die Amerikaner lieben das Einkochen. Wenn man dabei nicht richtig vorgeht, können sich Bakterien im Einkochbehälter einnisten, die auch durch den Kochvorgang nicht zerstört werden. Das war jetzt eine Information von mir, darum geht es eigentlich gar nicht. Die Frage ist vielmehr: Was sorgt dafür, dass so ein Artikel glaubwürdig rüberkommt?
Der erste Tipp betrifft die Quellen. Angenommen, ich verlinke in dem Beitrag auf andere Blogger, die auch zu dem Thema geschrieben haben, und deren Beiträge sind nützlich und informativ. Wenn ich aber nur auf andere Blogger verlinke und Autoritätsseiten überspringe, sagt das etwas über die Glaubwürdigkeit meines Beitrags aus. Anders ist es, wenn der Beitrag auch auf die entsprechenden Unterseiten der FDA verlinkt oder auf Unterseiten von Universitäten, die zum Einkochprozess Studienergebnisse veröffentlicht haben. Solche Studien findest du zum Beispiel über die Suchmaschine Google Scholar.
Der zweite Tipp: Sorge dafür, dass der Umfang des Beitrags groß genug ist, damit der Leser wirklich etwas davon hat. Da sollte nicht nur stehen „Du hast Krebs“. Der Beitrag sollte auch erklären, warum es zu Krebs kommt, welche Ursachen und Behandlungsmethoden es gibt, an wen man sich wenden kann, welche zusätzliche Literatur es gibt und so weiter. Solche Beiträge dürfen ruhig 3.000 Wörter oder länger sein.
Der nächste Tipp: Achte darauf, dass die Texte weitestgehend fehlerfrei sind. Das ist natürlich selbstverständlich. Die nächste Empfehlung ist das Interlinking, also die Verlinkung zwischen Beiträgen auf eine Art, die für den Leser tatsächlich von hohem Nutzen ist.
E-A-T der Autoren und Betreiber
Bisher ging es um das E-A-T der Seite oder des Artikels. Jetzt geht es um das E-A-T des Website-Betreibers. Die erste Empfehlung ist eine Über-uns-Seite, sowohl über die Website oder die Organisation dahinter als auch für jeden einzelnen Autor, der auf der Website schreibt.
Der Trick ist dann: Jedes Mal, wenn du in einem Podcast interviewt wirst oder einen Gastbeitrag schreibst oder andere über dich schreiben, solltest du dafür sorgen, dass diese Websites auf deine Über-uns-Seiten oder die Autoreninformationen verlinken. Für Jim und Ricky, aber auch für mich, ist das einfach normales Marketing und Personal Branding. Partizipiere in deiner Branche mit normalem Marketing und schicke nicht 10.000 Pressemeldungen raus.
Neben der Glaubwürdigkeit von Autoren und Website-Betreibern kann auch eine Website selbst Glaubwürdigkeit haben. Damit sind Signale gemeint, die teilweise technischer Natur sind, zum Beispiel ein fehlendes SSL-Zertifikat. Jim bringt es gut auf den Punkt: Was wäre, wenn du auf die Website einer neuen Bank gehst, und die hat noch nicht einmal eine HTTPS-Version? Außerdem hat sie keine Telefonnummer. Welche Bank ist heute nicht telefonisch erreichbar? Jetzt muss ich direkt mal gucken: N26 in Deutschland hat tatsächlich keine Telefonnummer. Das ist auf jeden Fall kein Signal hoher Glaubwürdigkeit.
Richtig machen reicht nicht
Zum Schluss des Videos sagt Jim noch etwas, das sich mir eingeprägt hat. Es bezieht sich auf sevenyearolds.com. Die Beiträge dort wurden von einem Kinderarzt auf Richtigkeit überprüft, und das steht auch in den Beiträgen. Aber Google oder jede andere Suchmaschine kann nicht wissen, dass es so ist.
Es reicht also nicht mehr aus, Dinge richtig zu machen. Websites müssen Informationen so veröffentlichen, dass es für eine Suchmaschine logisch oder überprüfbar wird, dass die Informationen auf der Website und die Autorinnen und Autoren dahinter tatsächlich glaubwürdig sind.
Glaubwürdigkeitsoptimierung finde ich übrigens viel besser als den Begriff „Optimierung von E-A-T“. Die externen Bestätigungen sind deshalb fast schon wichtiger, als dafür zu sorgen, dass die Informationen auf der eigenen Website gut, richtig und fachlich korrekt sind.
Auf ihrer Mitgliederseite bieten Jim und Ricky Vorlagen und Checklisten an, mit denen du Schritt für Schritt deine Website E-A-T-konform machst. Den Link findest du in den Show Notes. Das Ganze ist auf Englisch, das sollte dich nicht stören.
Wenn du lieber Unterstützung auf Deutsch suchst, melde dich bei der Linkaufbauagentur. Wir machen solche Glaubwürdigkeitsoptimierungen, Untersuchungen und Analysen schon seit vielen, vielen Jahren.
Bis zur nächsten Folge und wie immer viel Erfolg, dein Saša.